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Ein Hauch Toskana am Hang des Monte San Giorgio im Südtessin:

Meride TI


©ATFS
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Das Winzerdorf Meride ist sicherlich das schönste im ganzen Mendrisiotto und erinnert mit seiner kompakten mittelalterlichen Struktur und dem Netz von Gässchen, die von der schmalen Hauptstrasse abzweigen und in alle Richtungen direkt in die sanft geschwungenen Weinhügel und Obstgärten hineinführen, ein bisschen an die Toskana. Die hier auf über 500 m ü. M. wachsenden Trauben haben im Gegensatz zu anderen Terroirs im Tessin den Vorteil, dass sie nicht von der Hitze „gekocht“ werden. Geniessen kann man die lokalen Weine im Antico Grotto Fossati am Waldrand oder im Grotto Grassi im Nachbardorf Tremona. Ebenfalls besuchenswert ist das Fossilienmuseum im Ortszentrum. Es zeigt einige Fundstücke von versteinerten Tieren und Pflanzen des Monte San Giorgio.

 



Eine Postkarte ohne Ränder – inmitten von Reben über dem Luganersee:

Vico Morcote TI


© ATFS
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Mehr Tessin geht nicht, denkt man unwillkürlich, wenn man auf der Kiesterrasse des Ristorante La Sorgente angekommen ist. Man sitzt auf Holzbänken an langen Granittischen unter weissen Sonnensegeln und blickt über die Dächer des kleinen, aber dafür sehr einladenden Dorfs auf einen Seitenarm des Luganersees. „Die Umgebung von Vico Morcote lädt dazu ein, das Leben mit allen Sinnen zu geniessen“, sagt das Gastgeberpaar Christine & Guiseppe Lanzilotto. Im selben Gebäude hat unlängst das Relais Castello di Morcote eröffnet, ein Hotel-Bijou mit südlichem Flair. Vom Dorf führt ein schöner Pfad durch die Rebhänge des Weinguts Tenuta di Castello di Morcote und den Wald hinauf zur Alpe Vicania, wo das zum Weingut gehörende Ristorante Vicania auf genussfreudige Naturfreunde wartet.

 



Kleinod auf dem Bergrücken zwischen San Salvatore und Monte Arbostora:

Carona TI


©Parco San Grato
©Parco San Grato

„Carona wird nicht umsonst als ‚Künstlernest’ bezeichnet“, sagt Jörg Deubner, der zusammen mit seiner Frau Cornelia das charmante Dreisternehotel Villa Carona führt. „Im alten und gut erhaltenen Dorfkern spürt man die mehrhundertjährige Geschichte, welche einst von ausgewanderten und später in ihre Heimat zurückgekehrten Bildhauern, Stuckateuren, Steinmetzen und Malern geprägt wurde. Gleichzeitig herrscht in Carona heute kein träges museales Flair, sondern das Dorf ist ganzjährig von rund 800 Einwohnern aus aller Welt belebt.“ Die Villa Carona, ein früherer Patriziersitz mit zauberhaftem Garten, ist ein perfekter Ausgangspunkt fürs gepflegte Dolcefarniente. Unbedingt einen Besuch wert ist der botanische Garten Parco San Grato, der landschaftlich spektakulär über dem Dorf thront.

 



Gut erhaltenes Uferdorf am Fusse des Monte Brè und an der Grenze zu Italien:

Gandria TI


©istockphoto
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„Die Bewohner von Gandria lebten früher von der Fischerei und davon, Waren aus Italien über den See zu schmuggeln, im Dorf umzuschlagen und in die Tessiner Täler und über den Gotthard zu transportieren. Die Grenzwächter auf der gegenüberliegenden Seeseite wollten genau das Gegenteil: den Schmugglern das Handwerk legen und dem Dorf die Existenzgrundlage entziehen.“ So veranschaulicht Maria Moser-Menna, die Museumsleiterin im Zollmuseum, das einstige Lebensgefühl. Unverändert schmiegt sich Gandria mit seinen steilen Gässchen und Hunderten von Treppen, winzigen Terrassengärten und freskenverzierten Mauern an den Fuss des Monte Brè und spiegelt sich im Wasser des Luganersees. Für Geniesser setzt die Locanda Gandriese einen klaren Kontrapunkt zum Brasato-Polenta-Einerlei vor Ort.

 



Von Natur und Menschen umschmeichelter Ferienort mit der schönsten Seepromenade:

Ascona, TI


©istockphoto
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Wenige Orte in der Schweiz sehen beim Näherkommen ganz genauso aus wie auf der Postkarte. Ascona tut es. Das ist sein Segen und sein Fluch. Denn an warmen Sommertagen fallen hier manchmal etwas gar viele Touristen aus dem Norden ein. Die autofreie Seepromenade mit den vielen Cafés und Restaurants im Erdgeschoss der pfirsich-, vanille- und rotweinfarbenenen Häuser ist vor allem am frühen Abend eine grosse Bühne, um zu schauen, zu geniessen und natürlich auch, um gesehen zu werden. Das Panorama mit See, Bergen und den vorgelagerten Brissagoinseln sucht seinesgleichen. In den verwinkelten Gässchen des Borgo, des alten Ortskerns, finden sich diverse Boutiquen, Bäckereien und kleine Geschäfte, doch nach einem Schaufenster- oder Einkaufsbummel zieht es die meisten Besucher wieder ans Wasser, etwa ins Ristorante Easy an der Piazza oder ins Ristorante Marina direkt am Ufer des Lago Maggiore. Übernachtungstipps: Hotel Collinetta (3 Sterne), Hotel Riposo (4 Sterne), Castello del Sole (5 Sterne).

 



Logenplatz hoch über dem Lago Maggiore und den Brissago-Inseln:

Ronco sopra Asona TI


Wem es an Sommertagen unten am See zu heiss oder übervölkert ist, dem gewährt Ronco sopra Ascona eine gewisse Abkühlung, eine Vogelschau auf den Lago Maggiore und Freiraum zum Durchatmen. Eindrucksvoll ist auch der Ortskern mit seinen verwinkelten, von steilen Steintreppen geprägten Gassen und den ineinander verschachtelten, von Unterführungen durchkreuzten Gebäuden aus sieben Jahrhunderten. Der rustikale Charme des 600-Seelen-Dorfs hat sich in die heutige Zeit gerettet, und mangels touristischer Infrastruktur (und öffentlichen Parkplätzen) hält sich der Ansturm von Besuchern in Grenzen. Inmitten dieses Zaubers, neben der Barockkapelle Marie delle Grazie, liegt das kleine, einst als Kloster erbaute Albergo Ronco mit 20 einfachen Zimmern und herrlicher Restaurantterrasse.  

 



Lauschiger Tessiner Ort am smaragdgrünen Wasser der Verzasca:

Sonogno TI


©istockphoto
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In Sonogno ist Endstation für den motorisierten Verkehr. Das letzte Dorf im Verzascatal wartet mit intaktem Ortskern, dem Heimatmuseum Museo di Val Verzasca und dem Laden Pro Verzasca auf. Letzterer ist eine Fundgrube für Tessiner Kunsthandwerk und lässt im Speziellen die Tradition der Wollverarbeitung aufleben: Die Wolle von Tessiner Schafen wird in der „Casa della Lana“ gekämmt, gesponnen und mit hiesigen Naturmaterialien gefärbt. Zum Einkehren lockt das Grotto Redorta neben der Dorfkirche. Noch stimmiger ist ein fünfzehnminütiger Spaziergang zum Wasserfall La Froda und zum Grotto Efra. Hier sitzt man friedlich im Schatten alter Platanen und geniesst eine authentische „Cucina nostrana“. Das kristallklare Becken beim Wasserfall lädt zu einer belebenden Abkühlung ein.

 



Zeitreise ins verträumte Granitdorf im vorderen Maggiatal:

Gordevio TI


©istockphoto
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Lässt man den touristischen Trubel um Locarno und Ascona hinter sich und fährt ein paar Kilometer ins Maggiatal hinein, scheint man Jahrzehnte zu überwinden. Keine Hektik mehr, keine Ungeduld. Dafür eine wildromantische Szenerie mit steilen Bergflanken und hohen Wasserfällen, ausgedehnten Kastanienwäldern und steinernen Dörfern, in denen noch das Schrittmass gilt und die Romantik der Einfachheit herrscht. Gordevio ist solch ein pittoresker Flecken. Silva Beerli hat ihn Mitte der Nullerjahre für sich entdeckt und war so angetan vom schönsten Haus im alten Dorfkern, dass sie es kurz darauf erwarb und nach einer kompletten Renovation als stimmig mit dem Ort verwobenes Bed & Breakfast mit Garten eröffnete. Prima ist auch die Nähe zur Maggia, in der das Baden noch ein wirkliches Vergnügen ist.

 



Einziges deutschsprachiges Dorf im Tessin:

Bosco Gurin TI


Schon die Anfahrt ab Cevio ist reizvoll: Das höchstgelegene Dorf im Tessin (1500 m) liegt in einem Seitenarm des Maggiatals, dem Valle di Bosco. Es wurde im 13. Jahrhundert von Walsern – aus dem Oberwallis kommend – gegründet und blieb bis heute die einzige Gemeinde des Kantons, in der ein Deutschschweizer Dialekt gesprochen wird. Ausser der Sprache erinnert auch die Architektur der Holzhäuser und Getreidespeicher an die Ursprünge des Bergdorfs. Diverse Fassaden sind mit historischen Sgraffiti versehen. „Sunne oder Räge, va Gott der Säge“, steht auf der Sonnenuhr am Kirchturm. Das Walsermuseum, das in einem ursprünglichen Walserhaus untergebracht ist, macht die Geschichte des Orts lebendig. Das Hotel Ristorante Walser am Dorfeingang lädt zum Einkehren und Übernachten ein.