Das einzige noch erhaltene Wasserschloss in der Ostschweiz:

Wasserschloss Hagenwil, Hagenwil bei Amriswil TG


Der Gang über die Zugbrücke ist wie ein Sprung über die Jahrhunderte. Der Ringgraben, der das Wasserschloss umgibt, scheint jegliche Hektik unserer Zeit abprallen zu lassen. Es ist eine Welt wie jenseits der Welt, und keiner weiss genau, wer den Graben zu welcher Epoche ausheben und das dabei gewonnene Erdmaterial in der Mitte zu einem Hügel aufschütten liess, um darauf das Bauwerk mit dem mächtigen Bergfried zu erstellen. Es könnte um das Jahr 1200 gewesen sein. Etwas präziser lässt sich die Herkunft des rot-weissen Fachwerks und der wohnlichen Schlossbereiche datieren – diese stammen aus dem 16. bis 18. Jahrhundert, als das Kloster St. Gallen die Burg zum Sommersitz für die Äbte ausbaute. 1806, in Folge der politischen Umwälzungen im Land und der damit verbundenen Auflösung des Klosters, kaufte der damalige Verwalter Benedikt Angehrn das Anwesen. Seine Nachkommen bewohnen es inzwischen in siebter Generation und betreiben hier das Restaurant Wasserschloss Hagenwil mit währschafter Küche und Wein von den schlosseigenen Rebhängen. 

 

Theaterbegeisterte zieht es im August jeweils an die Schlossfestspiele. 2020 wurde in der zauberhaften Atmosphäre des Wasserschlosses zwanzigmal die schaurige Sage „Die schwarze Spinne“ von Jeremias Gotthelf und für Kinder achtmal das Grimm-Märchen „Der Zauberer von Oz“ aufgeführt. Das Programm für 2021 wird voraussichtlich im Frühjahr bekanntgegeben. 

 



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